Lederer Ragnarsdottir Oei

Duitsland, Deutschland, Germany, Berlin, Berlijn, 5.3.2016. Quedlinburger Strasse. Werkbund Stadt. Klausur und Auslosung der Grundstücke.
Foto: Erik-Jan Ouwerkerk

Wir blicken zurück auf eine Baukultur von viertausend Jahren, in denen der Mensch Räume schafft, in denen er seine physischen und psychischen Bedürfnisse wiederfindet. Räume, die aufgrund ihrer Bedeutung Botschafter eines kulturellen Erbes sind – Räume, die Orte definieren und durch ihre körperhaften und taktilen Qualitäten bestechen. Warum also sollten wir möglichst transparente Räume schaffen, die uns beim Betreten sagen: Du bist wieder draußen! Von entscheidender Bedeutung für die Projekte des Büros Lederer Ragnarsdóttir Oei ist das Schaffen eines Ortes. Dazu wird Architektur jedoch nicht zwanghaft neu erfunden, vielmehr wird versucht, aus der langen Geschichte des Bauens zu lernen – ohne dabei einem Historismus zu verfallen. Es gilt, Orte zu definieren, deren Räume durch ihre körperhaften und taktilen Eigenschaften überzeugen. Um dies zu erreichen, werden Qualitäten bestehender Bauten hinterfragt und in eine moderne Formensprache überführt: Das Vertraute wirkt neu.

1979 gegründet, arbeitet das Büro mit Sitz in Stuttgart heute mit den Partnern Arno Lederer, Jorunn Ragnarsdóttir und Marc Oei und seinen 45 Mitarbeitern vor allem an Bauten für die Bereiche: Bürogebäude, Behörde und Verwaltung, Freizeit und Sport, Gesundheit und Erziehung, Wohnen, Kultur und Kirche, Industrie sowie Stadtplanung.