RKW, Joachim Hein

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1950, ein Jahr nach Gründung der BRD, eröffnete Helmut Rohde sein erstes Architekturbüro in Düsseldorf. 1951, sechs Jahre nach Kriegsende, erinnerte Martin Heidegger angesichts des Wiederaufbaus im Darmstädter Gespräch „Mensch und Raum“, dass bauen vor allem wohnen bedeute!

1971, sechs Jahre nach Alexander Mitscherlichs Unwirtlichkeit der Städte, schlossen sich Helmut Rohde, Friedel Kellermann und Hans-Günter Wawrowsky zu RKW zusammen. 2015, 50 Jahre nach Wirtschaftswundererfolg und 25 Jahre nach innerdeutscher Wiedervereinigung und dem Beginn des www , beschäftigt RKW Mitarbeiter aus 25 Nationen, unterhält Büros in vier Ländern, wird geführt von mittlerweile sechs weiteren Gesellschaftern und unterstreicht, dass bauen, dass Architektur heute immer offensichtlicher die Planung von wohnen, ja: vollumfassend von sein bedeutet. Denn Arbeitsorte werden zu Parks mit hohem Freizeitwert und Wohnorte zu solchen, an denen auch gearbeitet wird.

Konzeptionen erdenken, Realisierungen planen, Ausführungen überwachen und vor allem kreativ-sein wird zukünftig so wenig des Arkanbereiches Arbeitsplatz bedürfen wie fest umrissene Arbeitszeiten den Tag strukturieren. Vielmehr werden spielen und Alltagsleben, entspannen und Diskussionen führen, groß- und altwerden sich ganzheitlich annähern. Familie wird mit Kollegialität in privater Atmosphäre gelebt werden.

Seit 65 Jahren orientiert sich RKW daran, ökonomische Notwendigkeiten, soziale Verantwortung und humane Belange mit der ästhetischen conditio sine qua non in eine qualitative Balance zu bringen. Eine so verstandene Baukultur stand immer im Zentrum der Architektur-philosophie von RKW – und sie steht im Fokus des Bauens für morgen!