Nicht ganz untypisch für Berlin ist dies ein Ort, der eher gewachsen als geplant ist und durch Brüche, ambivalente Schönheiten und den spröden Charme des Zufälligen geprägt wird.

Das Grundstück der WerkBundStadt liegt im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf direkt an der Spree zwischen der Quedlinburger Straße im Norden und Am Spreebord im Süden, unweit von Alt-Lietzow und dem Schloss Charlottenburg auf der Mierendorff-Insel.

Abb1.Luftbild_Umgebung_WerkBundStadt

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Auf dem ca. 22.000 qm großen Grundstück befindet sich momentan noch ein Tanklager mit rund einem Dutzend mächtiger Öltanks aber auch ein erhaltenes Wohngebäude an der Quedlinburger Straße, das zukünftige WerkBundHaus, sowie mehrere teilweise ruinöse Fragmente gewerblicher Nutzung. Mit den zwei in östlicher Richtung angrenzenden Nachbargrundstücken erweitert sich das Planungsgebiet auf ca. 28.000 qm.

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Der westliche Nachbar ist das Großkraftwerk Charlottenburg, das sich hier ab 1900 entwickelte und zunächst die eigenständige Gemeinde und später Teile Berlins mit Energie versorgte. Der große Ziegelbau der Maschinenhalle, der gleichzeitig entstandene Siemenssteg als Fußgängerbrücke über die Spree und die zahlreichen baulichen Erweiterungen werden in Teilen bis heute und auch künftig genutzt. Einige Bauwerke und technische Installationen des Areals stehen unter Denkmalschutz und werden weiterhin das Quartier prägen. 2010 hat sich auf dem ehemaligen Kohlenlagerplatz im Westen des Kraftwerks die Bildgießerei Noack niedergelassen. Umgeben ist das Grundstück im weiteren von einer heterogenen Bebauungsstruktur aus gründerzeitlichen Wohnbauten, Reformblocks der 1920er Jahre, anonymen Zweckbauten verschiedenster Nutzungen und Bürokomplexen aus den letzten Jahrzehnten.

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