Thema FORM Nutzung und Gestaltung

Datum 10./11. Oktober 2015  Tagungsort Bühl  Partner USM

Fragestellung

Das Wohnen ist das Amalgam der Städte. Die weitaus meisten Gebäude in einer Stadt sind Wohnhäuser. Sie formen den Körper der Stadt. Daher ist für das künftige Bild der WerkBundStadt ganz entscheidend: Wie soll das Wohnen in Zukunft aussehen, welche Erwartungen gibt es an die Form des Wohnens? Wie muß eine Bebauung strukturiert sein, um beides möglich zu machen: Die vollkommene Privatheit bei gleichzeitiger Teilhabe am tosenden Leben der Stadt? Wie werden Grenzen zwischen öffentlich und privat definiert? Wie stehen Gebäude zueinander und welche Bedeutung hat der Raum zwischen ihnen? Welche privaten Freiräume sind möglich? Wie stehen Häuser an einer Straße oder an einem Platz? Wie „sprechen“ sie zum öffentlichen Raum, insbesondere in der Erdgeschosszone? Um den benötigten Wohnraum in der Stadt zu schaffen, aber auch, um nicht noch mehr Energie und Landschaft zu verbrauchen, führt kein Weg an einer baulichen Dichte vorbei. Aber wie dicht ist dicht? Welche Haustypologien generieren welche Wohnungen? Und muss ein Haus immer als Wohnhaus erkennbar sein? Kann ein Haus nicht auch viel mehr sein? Ein Stadtbaustein mit vielfältiger Nutzbarkeit, auch Wohnen? Die Vielfalt und Lebendigkeit des urbanen Lebens entsteht durch eine Mischung sozialer Zugehörigkeiten und funktionaler Angebote. Gleichzeitig haben sich die Lebensformen verändert. Individuelle Mobilität und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben zu neuen Arbeitsstrukturen geführt. Welchen Einfluß nehmen homeoffice-Arbeitsplätze oder die Erfordernisse unterschiedlicher Lebensabschnitte auf Wohnungsgrundrisse? Wieviel Wohnfläche pro Kopf ist angemessen? Führen Mobilität und wirtschaftlichen Bedingungen zu Miniwohnungen und wie würden sich dadurch Bauformen und unser soziales Leben verändern? Leben wir weiterhin individuell oder gewinnen gemeinschaftliche Wohnformen zunehmend an Bedeutung? Und nicht zuletzt: Soll Wohnen nicht auch schön sein?

Kuratorin

Birgit Roth

Referenten

Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, Prof. Dr. Tilman Harlander, Prof. Dr. Wolfgang Sonne,
Prof. Dr. Michael Mönninger

Experten

Anne Kaestle, Prof. Axel Kufus, Prof. Christian Rapp