werkbund-logos

Der Werkbund wurde 1907 als wirtschaftskulturelle Vereinigung von zwölf Künstlern und zwölf Unternehmen gegründet. Zu seinen ersten Mitgliedern gehörten unter anderem der Nationalökonom Friedrich Naumann, die Architekten Hermann Muthesius, Fritz Schumacher und Peter Behrens und der Industrielle Peter Bruckmann. Vor dem Hintergrund der Industrialisierung ging es zunächst darum, deutschen Produkten durch gute Gestaltung eine bessere Position auf dem Weltmarkt zu verschaffen und das stigmatisierende Siegel Made in Germany zu einem Qualitätssiegel zu machen.

Bis heute ist der Werkbund kein Fachverband, sondern eine interdisziplinäre Vereinigung, die Personen aus Architektur, Kunst, Gestaltung, Handwerk, Industrie, Kommunikation, Bildung und Politik versammelt. Seine Arbeit ist auf die Gestaltung der Dinge gerichtet, auf die Gestaltung der Stadt und der Umwelt und auf den Diskurs darüber. Dabei propagiert er keine Richtung oder Tendenz im Sinne eines ästhetischen Stils sondern sieht sich vor allem der Qualität verpflichtet; der Qualität all dessen, was gestaltend hervorgebracht wird: theoretisch und konkret. Der Werkbund ist eine auf Dialog und Kooperation zwischen Kunst, Wirtschaft und Politik und nicht auf partikulare Interessen gerichtete Vereinigung; wesentlich für seine künstlerische Arbeit ist immer auch die wirtschaftliche und die gesellschaftspolitische Relevanz.

Der Deutsche Werkbund ist in zehn eigenständigen Landesbünden organisiert und hat zurzeit etwa 1.600 Mitglieder. Der Schweizer Werkbund wurde 1913 gegründet und hat heute rund 900 Mitglieder.